Infos für Unternehmen

Welchen Stellenwert hat der Praxistag?

Es handelt sich um regulären Unterricht, also eine Pflichtveranstaltung.

Wer übernimmt die Versicherung der Schüler?

Da es sich um eine schulische Veranstaltung handelt, sind die Schüler auf dem Weg und am Arbeitsplatz komplett versichert.

Wie lange darf der Schüler arbeiten?

Es gelten die gesetzlichen Vorschriften. Maximal sind sieben Stunden Arbeitszeit zulässig. Wir empfehlen aber maximal 6 Zeitstunden. Bei einer Arbeitszeit von 4,5 bis 6 Stunden muss mindestens eine 30minütige Pause gewährt werden.

Gibt es feste Arbeitszeiten?

Nein. Die Praktikumszeit richtet sich nach den betrieblichen Erfordernissen. Zwischen 20 und 6 Uhr darf allerdings kein Schüler arbeiten.

Habe ich ein Mitspracherecht, welcher Schüler in meinen Betrieb kommt?

Ja. Es wird ein Vorstellungsgespräch im Vorfeld des Praktikums organisiert. Allerdings kann nicht in jedem Fall ein Tausch garantiert werden. Bei Ablehnung eines Schülers kann es dazu kommen, dass ein Block bei Ihnen unbesetzt bleibt.

Was passiert, wenn Schüler gegen Regeln verstoßen?

Es wird ein enger Kontakt zur Schule gehalten, die entsprechend eingreifen kann. Wir empfehlen im Betrieb analog zu Auszubildenden zu verfahren (klärendes gespräch, Abmahnung, etc.). Bei besonders schweren Verstößen oder anhaltendem Fehlverhalten kann der Schüler „entlassen" werden. Ihm droht damit für das Gesamtprojekt die Note 6.

Wo werden Rechte und Pflichten geregelt?

Alle teilnehmenden Unternehmen schließen Verträge mit der Partnerschule und den entsprechenden Schülern ab. Dort ist alles geregelt. Die Musterverträge stellen wir gern zur Verfügung.

Kann ich einen Schüler länger behalten als einen Block?

In Absprache mit dem Schüler und der Schule ist das möglich. Wir wollen schließlich Talente fördern und im Idealfall den Praktikanten zu Ihrem Azubi formen.

Welche Anforderungen gibt es an mein Unternehmen, wenn ich mich beteiligen will?

Sie sollen in jedem Fall ausbilden oder dieses Ziel für das nächste Ausbildungsjahr konkret verfolgen. Betrachten Sie die Schüler wie Ihre Azubis und sorgen Sie für eine entsprechende Betreuung. Außerdem haben die Schüler noch theoretische Aufgaben. Klasse, wenn Sie sie dabei unterstützen.

Gibt es Erfahrungen aus dem ersten Jahr?

In Auswertung des ersten Modelljahres wurde eine Umfrage unter den beteiligten Schülern und Unternehmen durchgeführt. Wichtigste Ergebnisse aus Sicht der Unternehmen:

  • 87% halten den Aufwand für gering
  • Jeweils weit über 80% lobten Fleiß, Eifer und Pünktlichkeit, Kritikfähigkeit und Teamfähigkeit
  • Bis auf ein Unternehmen stellen alle Betriebe auch für 2009/10 Praxisplätze zur Verfügung
  • 17 Schüler (also jeder fünfte) wurden von den Unternehmen im Rahmen der Praxistage als geeignet für eine Ausbildung befunden. Für diese Schüler wird es in Klasse 10 eine enge Betreuung geben, um die Bindung zum jeweiligen Unternehmen zu halten bzw. zu verstärken.

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